DockerCon 2018

von Matthias Hampel
10.07.2018

Backend-Entwickler Arne und Matthias nahmen an der diesjährigen DockerCon im kalifornischen San Fransisco teil, bei der sich (fast) alles um die beliebte Container-Technologie drehte. Was sie während der dreitägigen Konferenz erlebten, teilen sie mit Euch im Neoskop-Blog.

Auf großer Fahrt.

In diesem Jahr ging es für Arne und mich auf der Suche nach Anregungen und Austausch auf die andere Seite der Welt — zur DockerCon ins sonnige San Fransisco. Letztes Jahr besuchte Arne die DockerCon im texanischen Austin, die ihm so gut gefallen hat, dass keinerlei Überredungskünste vonnöten waren, um dieses Jahr mit ihm nach Kalifornieren zu fliegen. 

Abstauben an Tag 1 - materiell sowie informell

Der erste Tag startete mit der Eröffnung der Ecosystem Expo. Hier stellten viele bekannte Firmen ihre Produkte vor. Wir verbrachten viel Zeit an den Ständen von DigitalOcean, New Relic, DataDog und Mesosphere, die uns ihre Produkte näher brachten und uns auch einige Tipps zum Umgang mit ihren Softwarelösungen gaben. Zu unserer großen Freude konnten wir von den Ausstellern auch das ein oder andere T-Shirt abstauben und am Stand von Mesosphere sogar eine Drohne gewinnen! An dieser Stelle: Vielen Dank, die Drohne fliegt super! ;)

Bereits vor der Eröffnung der Ecosystem Expo starteten die Workshops, für die man sich kostenlos registrieren konnte. Leider war die Teilnahme an den Workshops auf wenige Plätze begrenzt und die Termine so schnell ausgebucht, dass wir keine Chance hatten, einen der heißbegehrten Plätze zu reservieren.

Tag 2: Alles, was man über Docker und Kubernetes wissen sollte

Der zweite Tag startete dann endlich mit der spannenden Keynote von Docker-CEO Steve Singh. Er gab einen Rückblick auf die vergangenen Jahre und den Erfolg von Docker. Außerdem wurden einige neue Features bekannt gegeben:

  • Es wird einen Designer in der Docker Desktop App geben, der das Erzeugen von Docker basierten Anwendungen einfacher macht und Entwicklern einen schnellen Einstieg in Docker bietet.
  • Docker Enterprise kann Container über mehrere Kubernetes-Cluster hinweg deployen (z.B. Google Kubernetes Engine, Amazon EKS und Azure Kubernetes Service).
  • Kubernetes Support in der Docker Enterprise Edition für Windows Server. Die Keynote ist bei YouTube verfügbar und kann jederzeit erneut abgerufen werden.

Eine wirklich bahnbrechende Neuerung wurde jedoch leider nicht angekündigt. Das mag zum einen daran liegen, dass Docker inzwischen sehr ausgereift ist und zum anderen daran, dass die größten Innovationen inzwischen nicht mehr in der Docker Engine stattfinden, sondern eher im Ökosystem (z.B. Kubernetes).

Viele bekannte Gesichter und ein Blick in die Zukunft

Im Anschluss an die Keynote begannen dann auch die weiteren Vorträge, welche in die Tracks Using Docker, Docker Docker Docker, Docker in Production, Black Belt, Innovation, Transform und Ecosystem aufgeteilt wurden. Außerdem hatten einige Firmen die Möglichkeit ihre Erfahrungen mit Docker in verschiedenen Partner Tracks vorzustellen.

Unter den Speaker gab es einige bekannte Gesichter aus der Docker-Community wie z.B. Bret Fisher, Liz Rice, Laura Frank oder Gareth Rushgrove.

Mein größtes Interesse weckte der „Using Docker“-Track. Hier gab es unter anderem Vorträge von Docker Captains, welche Tipps zum Schreiben von kleineren und sicheren Docker Images gaben und zeigten, wie man seinen kompletten Production Stack optimieren kann. In jedem dieser Vorträge waren Multi-Stage-Builds ein wiederkehrendes Thema und werden auch bei uns in Zukunft noch mehr in den Fokus rücken.

Snacks, Docker & Rock'n'Roll

Am Abend des zweiten Konferenztages fand dann die DockerCon-Party statt. Als Location diente der Pier 3 am Hafen von San Francisco. Außerdem gab es die Möglichkeit auf zwei Schiffen an Arcade-Automaten zu spielen und viele leckere Snacks und verschiedene Biersorten zu probieren.

Ein Rückblick an Tag 3

Der dritte Tag startete erneut mit einer General Session. Es gab noch einmal einen kleine Rückblick auf die ersten beiden Tage und eine sehr interessante Rede des „Innovation Expert“ und Buchautors Robert Tercek zum Thema neue Technologien und wie sie unser Leben aktuell verändern und auch in Zukunft immer weiter verändern werden.

Zusammenfassend möchte ich noch einmal herausheben, wie wichtig Kubernetes mittlerweile geworden ist. Es gab viele Vorträge, die sich ausschließlich mit der Orchestrierung-Plattform von Google beschäftigten oder zumindest angeschnitten haben. Praktischerweise bietet Docker auch für Mac seit kurzem eine Kubernetes-Integration an, sodass viele Dinge sofort auf dem eigenen Rechner ausprobiert werden konnten.
 

Take me back to San Francisco!

Abschließend kann ich nur noch sagen: Nächstes Jahr wieder! Es waren tolle drei Tage, an denen wir sehr viel lernen konnten, viele nette Leute getroffen haben und sogar unsere neuen Beach-Tennis-Schläger von Neoskop am Strand austesten konnten.