Magnolia Dev Days 2018 - Talk is Cheap

von Arne Diekmann
14.12.2018

Vom 4.-5. Dezember hat Magnolia International Ltd. bei sich im Hauptquartier in Basel, Schweiz die Magnolia Dev Days 2018 ausgerichtet. Matthias und Arne von uns waren mit von der Partie und kamen trotz der Kürze der Konferenz doch mit einer Vielzahl an Eindrücken zurück.

Die Magnolia Dev Days 2018 begannen am Dienstag früh mit sieben Workshops zu verschiedenen Themen rund um die Front- und Backendentwicklung mit Magnolia. Da wir uns aber erst am Dienstag auf den langen Weg nach Basel machen konnten, mussten wir auf die Workshops verzichten, kamen aber gerade rechtzeitig zum zweiten Programmpunkt des ersten Tages: dem Hackathon.

Hackathon

Von 17-21 Uhr trafen sich circa 40 EntwicklerInnen, um den ersten Magnolia-bezogenen Hackathon durchzuführen. Nach kurzen Pitches einiger Themen teilten sich die TeilnehmerInnen je nach Interesse auf Teams auf, um dann bei Bier und Pizza die nächsten drei Stunden in die Tasten zu hauen und hoffentlich vorzeigbare Projekte zu erhacken.

Ich selbst habe mit Leah Staniorski und Rich Gange von Magnolia zusammen an einer Visual Studio Code Erweiterung gearbeitet, die als simpler Proof-of-Concept periodisch über eine REST-Schnittstelle von Magnolia auf fachliche Fehler in den Definitionen vom Magnolia CMS prüft und die Probleme beim Bearbeiten von YAML-Dateien in der Statusleiste anzeigt. Das Projekt ist in einem GitHub-Repository verfügbar und wird hoffentlich in Zukunft noch durch uns weiterentwickelt werden.

Nach dem Ende der Programmiersession präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse und gingen dann müde aber zufrieden ins Bett (oder noch ein Bierchen trinken).

Keynotes

Der zweite Konferenztag begann - zumindest nachdem wir uns in der Magnolia-Lounge mit Kaffee versorgt hatten - mit den beiden Keynotes. Zuerst erzählte Yariv Adan, Product Lead für Google Assistant, sehr anschaulich über den Paradigmenwechsel, der sich durch die aktuellen Weiterentwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz für User Interfaces rasant vollzieht.

Im Anschluss stellte Jan Haderka, CTO von Magnolia, die Neuerungen von Magnolia 6 aber auch den Entwicklungsprozess und die nächsten Schritte in Bezug auf das riesige Release vor.

Aus meiner (Entwickler-)Sicht sind vor allem die Content Types, mit denen schneller als bisher maßgeschneiderte Content-Pools erstellt werden können, und das neue UI die spannendsten Features, die wir bestimmt schon bald in Kundenprojekten einsetzen werden.

Lightning Talks

Nach den beiden Keynotes ging es direkt mit Lightning Talks weiter. In diesem Format hat der oder die Vortragende fünf Minuten Zeit, um kurz und bündig ein Thema zu beleuchten. Unter den sieben Vorträgen gab es eine große Bandbreite von Themen wie z. B. die Integration von Siteimprove in Magnolia bis zu schnelleren Deployments von Light-Modulen.

Ich selbst habe auch einen Lightning Talk zu dem Thema Paperboy gehalten. Paperboy ist eine Reihe an Open-Source-Tools, die wir entwickelt haben, um Magnolia einfacher als Hybrid-Headless CMS insbesondere in einem JAM-Stack-Setup einzusetzen: Zum einen kann Paperboy bei Änderungen im Backend beliebige Webhooks informieren, zum anderen werden die strukturierten Daten, die Magnolia ausliefert, weiter verarbeitet, um die Anwendung im Frontend zu vereinfachen.

Unconference

Nach den Lightning Talks und dem Mittagessen ging es als Nächstes mit einer Unconference-Session weiter. In 13 Workshops wurden zu verschiedenen Themen rund um das Magnolia-Ökosystem diskutiert, gestritten und gearbeitet. Ich selbst war bei zwei Sessions, die Themen der Lightning Talks vertieft haben (Light-Deployments und Headless CMS), dabei und habe mit Matthias eine Session zum Betrieb von Magnolia in Kubernetes-Clustern ausgerichtet. Da die Resonanz bei diesem Workshop so enorm war, wollen wir dem Thema demnächst noch mal ein Whitepaper widmen, um unsere Learnings und Best Practices zu präsentieren und für andere nutzbar zu machen.

„Talk is cheap. Show me the code.“

— Linus Torvalds

Fazit

Ganz im Sinne des legendären Satzes vom Linux-Erfinder ging es bei den Magnolia Dev Days 2018 sehr praxisbezogen zur Sache, was für uns als Softwareentwickler die präferierte Form ist, um schnell neue Dinge zu lernen und auszuprobieren. Außerdem war die Anzahl der TeilnehmerInnen an der Konferenz angenehm überschaubar, sodass jede und jeder auch die Gelegenheit hatte direkt mit den Menschen hinter Magnolia - der Firma und dem CMS - in Kontakt zu kommen. Insofern hatten wir eine Menge Spaß auf der Konferenz und wollten nur sehr widerwillig in den Zug zurück nach Hannover steigen. Wir hoffen spätestens bei (den hoffentlich wieder stattfindenden) Magnolia Dev Days 2019 zurück nach Basel zu kommen!