Von Maik Jablonski Samstag, 05. Oktober 2013

CMS-Zukunft in Basel: Magnolia Conference 2013

Vom 17.-19. September fand zum vierten Mal die Magnolia Conference statt: Anwender, Entwickler und Partner des java-basierten CMS Systems trafen sich in Basel zum Austausch über ihre aktuellen Projekte, technische Updates und zukünftige Entwicklungen.

Mit ca. 200 Teilnehmern war die Konferenz in etwa so groß wie im Vorjahr, wirkte allerdings in den neuen Räumlichkeiten des Pathé Cinema (http://www.magnolia-cms.com/conference/location.html) deutlich repräsentativer. Großen Zuwachs gab es dagegen bei den Magnolia-Partnern, die sich am Vortag der Konferenz zum offiziellen Partner Day trafen: Allein in diesem Jahr sind 20 neue Partner hinzugekommen. Dies zeigt die zunehmende Beliebtheit des als Open Source Version gestarteten CMS, das mittlerweile auch in einer kostenpflichtigen Enterprise-Version verfügbar ist.

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Magnolia 5.0: Der „App Store unter den Content Management Systemen“

Eine zentrale Rolle auf der Konferenz spielte das neue User Interface von Magnolia 5.0, das in diesem Frühjahr veröffentlicht wurde. Zukünftig soll es zur zentralen Schaltstelle für die Organisation und Publikation digitaler Inhalte innerhalb eines Unternehmens werden.

Das Magnolia 5.0 User Interface stellt eine einfache und übersichtliche Infrastruktur bereit, um externe Services eigenhändig in das CMS-Backend einzubinden. Wie in einem App Store lassen sich benötigte Zusatzfunktionen auswählen und in das Magnolia Framework integrieren. Gerade zu diesem Zweck hat Magnolia auch noch einmal viel in die Java-Schnittstelle Blossom 3.0 investiert, über die der Prozess abgewickelt wird.

Mit diesem Open Suite Konzept differenziert Magnolia sich von vielen etablierten CMS-Anbietern, die auf ein großes, monolithisches „One-for-All“-System setzen und zu diesem Zweck spezialisierte Dienste zukaufen müssen. Die Macher von Magnolia bleiben bei dem, was sie am besten können: Web Content Management. Auch für den User hat das Konzept Vorteile: Er kann sein System um genau die Features ergänzen, die im Kontext des eigenen Unternehmens gebraucht werden, und es ansonsten so schlank wie möglich halten.

Auf der Konferenz beschäftigten sich zahlreiche Vorträge und Workshops daher auch mit der Anbindung bestehender ERP-, E-Commerce- und Marketing-Lösungen wie Hybris, Magento, SAP, Apache OFBiz, Salesforce oder SteelHouse in Magnolia 5. Erste Cases soll es noch in diesem Jahr geben.

Blick in die Zukunft: Professionalisierung, Wachstum – und weiterhin Open Source!

Sehr deutlich wurden die Ambitionen der Magnolia-Macher, den aktuellen Wachstumskurs noch stärker voranzutreiben. Das Unternehmen will bis Ende 2013 auf 60 Mitarbeiter anwachsen – zum Vergleich: 2010 waren es noch 21. Magnolia-CEO Boris Kraft erklärte, dass Magnolia in den nächsten 18 Monaten den großen CMS-Anbietern am Markt Konkurrenz machen wolle.

Die Konferenz zeigte deutlich die gestiegene Business-Orientierung von Magnolia. Diese Entwicklung zeigt sich auch in den zahlreichen neuen Magnolia Partnern, die Unternehmen und Organisationen weltweit bei der Implementierung des CMS unterstützen. Trotz aller Professionalisierung war der Open Source-Gedanke allgegenwärtig, und dies durchaus auch auf Seiten der Magnolia-Führungsriege.

Magnolia positionierte sich als offene und userfreundliche Integrationsplattform, die mittelfristig wirklich zum „App-Store unter den CMS-Lösungen“ werden könnte: Mit Magnolia als Bereitsteller von Rahmen und Infrastruktur, um unternehmensweit digitale Inhalte aus vorhandenen Systemen zu organisieren, sie mit zusätzlichem Content anzureichern und für unterschiedliche Zielgruppen, Kanäle, Devices und Plattformen aufzubereiten.

Lest auch unseren Konferenzbericht für die t3n und schaut euch die Slide-Übersicht der Talks an.

Bildnachweis: Magnolia